Sehnsuchtsvoll

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Eduard Mörike ~ Sehnsucht

In dieser Winterfrühe
wie ist mir doch zumut!
O Morgenrot, ich glühe
von deinem Jugendblut.

Es glüht der alte Felsen,
und Wald und Burg zumal,
berauschte Nebel wälzen
sich jäh hinab das Tal.

Mit tatenfroher Eile
erhebt sich Geist und Sinn
und flügelt goldne Pfeile
durch alle Ferne hin.

Auf Zinnen möchte ich springen,
in alter Fürsten Schloß,
möchte hohe Lieder singen,
mich schwingen auf das Roß!

Und stolzen Siegeswagen
stürzt ich mich brausend nach,
die Harfe wird zerschlagen,
die nur von Liebe sprach.

– Wie? schwärmst du so vermessen,
Herz, hast du nicht bedacht,
hast du mit eins vergessen,
was dich so betrunken macht?

Ach, wohl! was aus mir singet,
ist nur der Liebe Glück!
Die wirren Töne schlinget
sie sanft in sich zurück.

Was hilft, was hilft mein Sehnen?
Geliebte, wärst du hier!
In tausend Freudetränen
verging’ die Erde mir

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Licht und Dunkel 

~ Und ganz oft, meist in stillen Augenblicken so wie jetzt, wenn du schlafend in meinen Armen liegst, wird mir bewusst, wie sehr ich mich verändert habe. Ich habe mich nicht durch dich verändert, sondern mit dir zusammen. Schon bevor ich wusste, dass du mich als deine Mama ausgesucht hast, war vieles in meinem Leben im Ungleichgewicht. Äußerlich erschien alles hell und glücklich, doch im Inneren war es oft dunkel und verwirrend.
Mit dir unter meinem Herzen und mit dem besten Mann an meiner Seite ist Licht dem Dunkel gewichen, Tag in der Nacht eingezogen und niemals wieder wird es einen solchen Moment geben wie der, als ich von dir erfuhr.

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Pauseknopf

Gerade weiß ich ehrlich überhaupt nicht, was ich schreiben soll. Worüber ich etwas sagen könnte, denn im Moment steht mir weder der Sinn nach etwas Tiefgründigem noch nach etwas Leichtem. Einfach, weil ich keine Zeit habe über etwas Besonderes nachzudenken.

Denn die Tage vergehen so schnell, dass ich gar nicht hinterher komme. No entwickelt sich rasant, er steht jetzt immer öfter alleine, geht an allem lang, was in seiner Reichweite ist (oder auch nicht) und wagt an unseren Händen seine ersten kleinen, wackeligen Gehversuche. Er plappert den ganzen Tag ununterbrochen, liebend gerne spricht er einfache Worte nach und hält mich mit all dem mächtig auf Trab. Ich bin wahnsinnig stolz, unendlich verliebt in ihn. 

Ich kann mindestens einmal am Tag nicht glauben, dass er vor zehn Monaten noch in meinem Bauch heran wuchs und ich vor etwas mehr als anderthalb Jahren nicht einmal an ihn dachte. Dass ich ihn ansehe und meinen Mann und mich in ihm erkenne, ist wunderschön. Ein unbeschreibliches Gefühl, einzigartig. Morgens ist No das erste, woran ich denke und abends gehe ich nicht ins Bett, ohne noch einmal nach ihm geschaut zu haben. Er ist immer bei mir, wohin ich auch gehe, in Gedanken oder an meiner Hand.
Sein Herz ist mein Herz und seine Mama zu sein, das ist ein Gefühl, was man nicht beschreiben kann. Manchmal platze ich vor so viel Liebe, dass mir die Tränen aus den Augen laufen. 

Ich bin zurzeit einfach wahnsinnig dankbar für unser Leben. Für alles, was wir haben und für all die Liebe um uns herum. Für dunkle Gedanken bleibt kaum Platz, nur manchmal schleichen sie sich abends in meinen Kopf. 
Doch wenn wir wie letztes Wochenende als Familie Zeit verbringen, den Geburtstag meiner Tante feiern, im Hotel schlafen und für zwei Tage dem Alltag entfliehen, dann könnte mich nichts glücklicher machen. 

Ich habe viele Pläne für die Zukunft, was sich davon verwirklichen lässt und was nicht, wird die Zeit zeigen. Aber sich einfach mal treiben zu lassen hat auch etwas sehr Schönes. Dieses Jahr stehen noch einige schöne Ereignisse an, auf die ich mich total freue. Ich habe im Moment Glück im Überfluss und genieße es, ohne es zu hinterfragen ❤

Liebe hoch 10 

Heute wird mein Baby 10 Monate alt. Unglaublich, dass ich vor fast einem Jahr dieses winzige Baby geboren habe. Es kommt mir so nah und gleichzeitig so fern vor. Langsam fange ich an, seinen 1. Geburtstag zu planen, der so besonders für mich ist. Ich habe schon von diesem Tag geträumt, als ich noch schwanger war 😅

Aber das erste Jahr mit ihm, dieses Jahr, in dem so viel geschehen ist, ich mit Lichtgeschwindigkeit nach ganz unten auf den Boden geknallt bin und mich wieder zusammengesetzt habe, Stück für Stück, das wird zugleich für immer das schönste Jahr sein, welches ich je erleben durfte.

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Healthy life ~ keep going 

Ein Bild vom Shooting letzte Woche

Heute ist mein Herz etwas schwer, zu viele Gedanken machen sich wieder in mir breit, über die Verlustängste und das Gefühl, erneut zu viel gegeben zu haben. Aber ich habe noch etwas im Kopf rum schwirren, das unbedingt Platz für Neues machen muss 😊
Ich hatte ja schon kurz angerissen, dass ich vorhatte, etwas gegen die viel zu vielen Kilos zu tun, die mich besonders nach No’s Geburt plagen, und nun bin ich seit 12 Tagen dabei, meine Ernährung umzukrempeln.

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Bye bye Papa ✈

Jetzt ist also das erste Wochenende ohne den Lieblingsmann auch schon wieder rum. Es war ereignisreich, schön & anstrengend 😁 Ich glaube, meine Mutti hat sich ein bisschen in die Zeit zurück versetzt gefühlt, als ich noch bei ihr wohnte. „Mamaaa, mir ist heiß!“ „Mamaaa, ich hab Huuunger!“ „Mamaaa, ich bin müde!!“ 😅 Innerlich hat sie bestimmt ein paar Mal die Augen verdreht (wenn ich nicht hingeschaut habe, hat sie sicher mit den Augen gerollt 😉).

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Bitte Welt, stopp

***** Heute habe ich mich mal einem etwas ernsterem Thema gewidmet, welches mich in letzter Zeit sehr beschäftigt. Ich habe den Beitrag nun schon ein paar Tage in der Warteschleife, doch der richtige Zeitpunkt zum veröffentlichen war bis jetzt nicht gekommen. Er handelt nicht direkt vom Muttersein. Oder vielleicht doch ein Stück, denn wenn ich in diesen Tagen wieder solch schreckliche Bilder von getöteten Kindern im Fernsehen sehe, wird mir regelrecht kotzübel. Mein Herz tut weh, denn wie unerträglich muss es sein, sein eigenes Baby begraben zu müssen? Bitte Welt, wo ist deine Menschlichkeit? *****

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Dem Alltag so fern


Bis bald du wundervoller Ozean. Ich kann nie genug von dir bekommen. Ich liebe es auf die Wellen hinaus zu schauen und zuzusehen, wie die Sonne deine Oberfläche in ein glitzerndes Meer verwandelt. Bis spätestens im nächsten Jahr irgendwo auf dieser Welt 

Diese Woche hätte mehr Tage haben können. Die Tage mehr Stunden. Die Stunden mehr Minuten. Manchmal schaute ich auf die Uhr und die Zeit rann nur so durch meine Finger. Ich wünschte, ich hätte sie einen Moment mehr festhalten können. Wir haben viel erlebt, viel gesehen, sind jeden Tag am Deich spazieren gegangen (die Luft an der Nordsee ist so wundervoll) und haben Fisch in rauen Mengen gegessen 😉

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Das Meer und Ich 

Ich liebe den Ozean. Habe ich schon immer, seit ich mich zurück erinnere. In jedem Urlaub seit meiner Kindheit verbrachte ich die meiste Zeit im oder am Wasser. Ich konnte stundenlang auf die Wellen hinaus schauen, ich konnte mich auf ihnen treiben lassen oder am Strand entlang laufen, immer so nah, dass ich die Wellen an meinen Füßen spürte.

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